Nachweihnachtsendblues

Man klopfe sich den Puderzucker vom Sakko, trage den Kater mit der Würde der Verzweiflung und versuche vorsichtig, mit koffeinhaltigen Heißgetränken das Antlitz vor dem ersten Spiegelblick zu entknittern. Während meiner einer unter der Dusche versucht, die Zehenspitzen zu sehen – Spiegelbild in den Fliesen gilt nicht! – formen die Weiterlesen…

Stillende Nacht

So isses. Der Tag der – Tage? Man soll den Tag nicht vor der Weihnacht loben, die Kassiererin, die Lebensmittel liebt, hatte eine rote Mütze auf dem Kopf und würde von jedem wachsenden Bambus in der Geschwindigkeit um Längen geschlagen werden. Frohes Fest. Jawollll. Hacken schlagen. Arbeit macht frei von Weiterlesen…

Fusselmachos Weihnacht

Morgen wird’s was geben. Kinder! Kein Wild, was mit Federn – aber KEIN Wild. KEIN Problem. Ab zu Kaisers – waren die das jetzt, die Lebensmittel lieben, Frau Gurke? – und gucken, was schon tot ist: Rehrücken. KEIN Wild. Rehrücken, Handaufzucht, zahm und mit Familienanschluss. Gut, keine Federn, aber eben Weiterlesen…

SPIEGEL-BILD

Die aktuelle SPIEGEL-Umfrage hat mir meine Landsleute wieder ein Stück näher gebracht. Erkenntnistechnisch. Immerhin. Von Guttenberg bleibt in der Beliebtheit an der Spitze, Steinmeier bricht ein. Klar. Oben bleibt, was relativ jung ist, ein wenig dynamisch, telegen verheiratet und larmoyant. Doch nicht ich, die waren’s, der da, du dort, alle, Weiterlesen…

Stinkefingerblues

Was ist das alles für ein Mist. Grüner Daumen. Nix. Brauner Finger. Trotz dreier Lagen. Bei Behördenpapier war man ja Kummer gewohnt, wahre Transparenz blattweise perforiert, der Erfolg liegt auf der Hand, kein Stinkefinger muss in der Mitte liegen, nein, muss er nicht. Wir haben lediglich ein Qualitätsproblem. Es muss Weiterlesen…

Harter Abgang

Weich in der Birne, aber unheimlich hart im Abgang. Stuhl ist keine Frage der Bildung, Gestühl eher, alles eine Frage der pekuniären Potenz. Das wiederum hat nichts mit Birne zu tun, so weich sie auch sein mag. Abgang, Bello. Themenwechsel, der Deutsche ist weniger analorientiert, wie uns der neidische Rest Weiterlesen…

Kopfkino

Irgendwann zwischen 23 Uhr und Mitternacht klopfte der Wahnsinn zaghaft an die Tür. „Hör mal, was heißt hier: keine Zukunft? ich bin gut drauf, habe wirklich Ahnung von dem, was ich tue, bin ein hoffnungsfroher Texter mit Ideen und …“ „Und bist 52!“ Treffer. Positive Phase im Ansatz erstickt. Schreiben Weiterlesen…

Bretonische Fischsuppe

Was ist der Unterschied zwischen vier Metern? Zu kurz. Der Unterschied liegt in seiner Differenz, wenn alle Komponenten entsprechend ihrer Gewichtung berücksichtig werden. Das spart Zeit. Und während der Pöbel mit seinen Minuten um sich wirft, wartet das Bildungsbürgertum auf Godot. Stundenlang. Vergebens. Aber immerhin. Diese Information ist selbstverständlich öffentlich Weiterlesen…

Entweihnachten

Gnadenbringende Weihnachtszeit. Wer diesen Stuss erfunden hat, gehört mit einer Lichterkette erdrosselt. Wenn die ersten Vorweihnachtsterroristen ihre Kilowattstarke Glaubensillumination über die Balkonbrüstung gewuchtet haben und Hunderttausende Plasteruprechts Fassaden hochknechten, ist es wieder soweit: die Schokoladenindustrie beginnt mit der Produktion von Osterhasen. Wem jetzt nicht das Herz weihnachtliche Wonne gebiert, ist Weiterlesen…